Title: Trennungs- und Scheidungsvereinbarung
Author: RegioHelden
Published: 1. März 2023
Last modified: 19. März 2026

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Trennungs- und Scheidungsvereinbarung

# Trennungs- und Scheidungsvereinbarung

Egal, ob Sie sich einvernehmlich für eine **Trennung oder Scheidung** entscheiden
oder einseitig diesen Schritt gehen. Eine Trennungs- und Scheidungsvereinbarung 
hilft, **Streit zu vermeiden** und schafft einen festen Rahmen für das Ende Ihrer
Ehe.

## Ehevertrag, Trennungs- und Scheidungs­folgen­vereinbarung – Das sind die Unterschiede

Im Grunde regeln ein Ehevertrag, eine Trennungs- und eine Scheidungsvereinbarung
ähnliche Dinge: Sie treten in Kraft, wenn sich ein **verheiratetes Paar trennen**
will. Inhaltlich umfassen sie zum Beispiel, wem gemeinsame Immobilien zufallen, 
ob und wie hoch die Unterhaltszahlungen sein sollen und wie zukünftig das Sorgerecht
und der Umgang mit den Kindern geregelt sein soll. Der wesentliche Unterschied liegt
dabei im **Zeitpunkt**, zu dem die Vereinbarung abgeschlossen wird:

 * Eheverträge werden vor oder während der Ehe für den Fall einer Scheidung abgeschlossen.
 * Trennungsvereinbarungen setzen Paare auf, die sich trennen, aber eventuell nicht
   scheiden lassen wollen.
 * Scheidungsvereinbarungen können entweder bereits bei einer Trennung für das Trennungsjahr
   oder bei einer Scheidung getroffen werden.

Die Trennungsvereinbarung gilt für den Zeitraum, in dem die Eheleute noch verheiratet
sind, aber getrennt leben. Das ist meistens das obligatorische Trennungsjahr. Danach
kann es zu einer Scheidung kommen, muss es aber nicht. Eine Scheidungsvereinbarung,
auch **Scheidungsfolgenvereinbarung** genannt, regelt hingegen das Vorgehen und 
die **Zeit nach der Scheidung**. Paare können gleichzeitig eine Trennungs- und eine
Scheidungsvereinbarung abschließen. Auch im Ehevertrag kann beides geregelt sein.

## Was kann man in der Trennungs- und Scheidungsvereinbarung regeln?

Mögliche Inhalte und Bestandteile einer Trennungsvereinbarung sind:

 * Nutzungsrecht der **gemeinsamen Wohnung**/des gemeinsamen Hauses
 * Nutzungsrecht für Hausrat
 * Verantwortung für gemeinsam **aufgenommene Kredite**
 * Versorgungsausgleich
 * Umgangsrecht mit den Kindern
 * **Unterhalt** für die Kinder
 * Unterhalt für den Partner oder die Partnerin

Die Inhalte einer Scheidungsvereinbarung ähneln denen der Trennungsvereinbarung.
Nur geht es hierbei nicht mehr um Nutzungsrechte, sondern um den **Besitz gemeinsam
angeschaffter Güter** sowie der gemeinsamen Wohnung oder des gemeinsamen Hauses.
Dabei können entweder die Regelungen aus der Trennungsvereinbarung übernommen oder
neue Vereinbarungen ausgehandelt werden.

## Die Vor- und Nachteile von Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen

Mit einer Trennungsvereinbarung sind Sie gut vorbereitet, sollte es im Trennungsjahr
zu Schwierigkeiten kommen. Schließlich sind alle Rechte und Pflichten beider Parteien**
verbindlich geregelt**. So kommt es zum Beispiel nicht zu bösen Überraschungen, 
wenn der Partner oder die Partnerin plötzlich keinen Unterhalt mehr zahlen will.

Das Gleiche gilt für die Scheidungsvereinbarung: Während viele Paare zunächst eine**
einvernehmliche Scheidung** anstreben, kann die Stimmung während des Trennungsjahres
schnell umschlagen. Dann ist es von Vorteil, wenn die wichtigsten Punkte bezüglich
der Scheidung bereits geregelt sind.

Paare sollten allerdings beachten, dass Trennungs- und Scheidungsf­olgen­verein­barungen
in den meisten Fällen **notariell beglaubigt** sein müssen. Nur dann sind die **
schriftlich festgehaltenen Absprachen** bezüglich Unterhalt, Vermögensübertragungen
und Versorgungsausgleichs auch wirklich **rechtlich bindend**.

## Fachliche Beratung für Ihre Trennungs- und Scheidungsvereinbarung

Als [Anwalt für Familienrecht in Stuttgart](https://www.kanzlei-gaensheide.com/fachgebiete/familienrecht/?output_format=md)
berät Frank Felix Höfer Sie fachgerecht und unabhängig zu **fairen Regelungen** 
für Ihre Trennungs- und Scheidungsvereinbarung. Eine weitere Hürde ist nämlich, 
dass Trennungsvereinbarungen, genauso wie Eheverträge und Scheidungsfolgenvereinbarungen,
nicht gegen die sogenannten guten Sitten verstoßen dürfen. Das heißt, dass keiner
der Eheleute zu stark benachteiligt werden darf.

Gerne helfen wir Ihnen, **gute Kompromisse** zu finden, damit Sie mit einem guten
und **sicheren Gefühl** in Ihr Trennungsjahr oder den Scheidungsprozess starten 
können. Denn **klare Regelungen** geben Ihnen in dieser schwierigen Zeit Rückhalt
und können helfen, die Kosten im Scheidungsfall gering zu halten.